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SEO & GEO Glossar · 18. Juni 2026

Die interne Suche als kostenlose Datenquelle

Die Suchfunktion der eigenen Website ist die am meisten unterschätzte Datenquelle im gesamten Marketing. Sie zeigt in eigenen Worten, was Besucher wollen – und was sie nicht finden.

Was man daraus liest

  • Fehlende Inhalte: häufige Suchbegriffe ohne passendes Ergebnis
  • Navigationsprobleme: Suchanfragen nach Inhalten, die es gibt – nur nicht auffindbar
  • Echte Sprache: die Begriffe, die Ihre Zielgruppe tatsächlich verwendet
  • Produktnachfrage: Artikel oder Leistungen, die gesucht, aber nicht angeboten werden
  • Saisonale Muster: Verschiebungen im Jahresverlauf

Der zweite Punkt ist besonders wertvoll: Wenn Besucher nach etwas suchen, das prominent im Menü steht, ist die Navigation das Problem – nicht der Inhalt.

Warum die Daten besser sind als Werkzeugdaten

Recherchewerkzeuge liefern Schätzungen für einen Gesamtmarkt. Die interne Suche liefert reale Anfragen von Menschen, die bereits auf Ihrer Website sind – also von Ihrer tatsächlichen Zielgruppe.

Im österreichischen Markt kommt hinzu, dass viele relevante Begriffe unterhalb der Messschwelle von Werkzeugen liegen. Die interne Suche kennt diese Schwelle nicht: Jede Anfrage wird erfasst, unabhängig von der Häufigkeit.

Wie man sie auswertet

  1. Erfassung in der Webanalyse aktivieren, falls nicht geschehen
  2. Anfragen über drei bis sechs Monate sammeln
  3. Nach Häufigkeit sortieren und die Top 50 durchsehen
  4. Prüfen: Gibt es dafür einen Inhalt? Ist er auffindbar?
  5. Anfragen ohne Ergebnis gesondert auswerten – dort liegen die Lücken
  6. Auffällige Formulierungen in die Keyword-Liste übernehmen

Suchergebnisseiten und Indexierung

Interne Suchergebnisseiten gehören nicht in den Index. Sie erzeugen beliebig viele URLs mit dünnem Inhalt und verbrauchen Crawl-Budget. Ein noindex auf diesen Seiten ist Standard – oder ein Ausschluss über die robots.txt, wenn sie ohnehin nicht abgerufen werden sollen.

Davon unberührt bleibt die Auswertung: Die Daten sind wertvoll, die Seiten sind es nicht.

Der praktische Nutzen

In fast jedem Projekt liefert die erste Auswertung mindestens drei konkrete Maßnahmen: eine fehlende Seite, ein Navigationsproblem und eine Formulierung, die niemand im Team verwendet hätte. Der Aufwand beträgt eine Stunde – vorausgesetzt, die Erfassung läuft.

Häufige Fragen

Wie aktiviert man die Erfassung?
In den Einstellungen der Webanalyse, meist über den Suchparameter der URL. Bei Suchfunktionen ohne URL-Parameter braucht es eine Ereignismessung.
Sollen interne Suchergebnisse indexiert werden?
Nein. Sie erzeugen beliebig viele dünne Seiten und verbrauchen Crawl-Budget.
Ab welcher Website-Größe lohnt sich das?
Ab dem Moment, in dem eine Suchfunktion vorhanden ist. Auch wenige Dutzend Anfragen pro Monat sind aussagekräftig.

Diesen Hebel für dein Wachstum nutzen?

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