SEO & GEO Glossar · 2. Juni 2026
Preisangaben auf der Website: Der unbequemste Hebel
Die häufigste Ursache für Absprünge auf Dienstleistungsseiten ist keine technische. Es ist die fehlende Antwort auf die Frage, was etwas ungefähr kostet.
Warum Schweigen teuer ist
Menschen, die eine Größenordnung suchen und keine finden, gehen weiter – zum nächsten Anbieter, der eine nennt. Sie kommen selten zurück. Die Sorge, sich durch eine Zahl zu verlieren, kostet damit mehr Anfragen als die Zahl selbst.
Hinzu kommt: Anfragen ohne vorherige Preisorientierung sind schlechter qualifiziert. Ein erheblicher Teil der Erstgespräche endet, sobald die Größenordnung genannt wird – Zeit, die auf beiden Seiten verloren ist.
Wie man einen Rahmen nennt, ohne sich festzulegen
- Bandbreite statt Festpreis: „typischerweise zwischen X und Y“
- Bedingungen benennen: was den Preis nach oben und unten treibt
- Bezugsgröße angeben: pro Einheit, pro Stunde, pro Projekt
- Einstiegspunkt nennen: „ab X, abhängig von …“
- Beispielrechnung: ein konkreter typischer Fall mit Zahlen
- Stand angeben: Preise ohne Datum veralten unbemerkt
Die Beispielrechnung
Der wirksamste Baustein. Ein konkreter typischer Fall – Umfang, Rahmenbedingungen, Ergebnis, Preis – beantwortet mehr Fragen als jede Bandbreite und wirkt glaubwürdiger, weil er nachvollziehbar ist.
Er ist außerdem der Inhaltstyp, der von generativen Systemen überdurchschnittlich oft zitiert wird, weil er belegbar, abgegrenzt und mit Bedingungen versehen ist.
Was gegen Preisangaben spricht – und was nicht
| Einwand | Einordnung |
|---|---|
| „Der Wettbewerb sieht unsere Preise“ | Er kennt sie ohnehin – über Angebote und Kundschaft |
| „Jedes Projekt ist anders“ | Stimmt, deshalb Bandbreite plus Bedingungen statt Festpreis |
| „Wir sind teurer als andere“ | Dann sollten Sie erklären, warum – Schweigen hilft nicht |
| „Wir wollen erst beraten“ | Verständlich, aber die Frage kommt trotzdem als Erstes |
| „Preise ändern sich“ | Deshalb Stand angeben und jährlich prüfen |
Der Filtereffekt
Eine Preisangabe filtert Anfragen vor – und das ist beabsichtigt. Wer außerhalb Ihres Budgetrahmens liegt, fragt nicht an. Das senkt die Zahl der Anfragen und erhöht ihre Qualität, was bei begrenzter Vertriebskapazität die wirtschaftlichere Rechnung ist.
Bei niedrigpreisigen Angeboten mit schneller Entscheidung gilt das Gegenteil: Dort kostet jede Hürde Umsatz, und die Preisangabe sollte so einfach wie möglich sein.
Häufige Fragen
- Müssen wir konkrete Zahlen nennen?
- Eine Bandbreite mit Bedingungen genügt. Wichtig ist, dass eine Größenordnung erkennbar wird.
- Was, wenn wir teurer sind als der Wettbewerb?
- Dann erklären Sie, warum. Schweigen führt dazu, dass die Entscheidung ohne Ihr Argument fällt.
- Wie oft sollten Preisangaben geprüft werden?
- Mindestens jährlich, mit sichtbarem Stand. Veraltete Angaben werden von generativen Systemen als aktuell weitergegeben.
Diesen Hebel für dein Wachstum nutzen?
Wir setzen SEO- und GEO-Strategien um, die messbar wirken. Sichere dir ein kostenloses Erstgespräch.